Warum gemeinsame Schätzprozesse wichtig sind?

Eine Aufgabe wird formuliert und an einen Mitarbeiter delegiert. Nach zwei Tagen steht er auf der Matte und meldet "fertig" - Ihnen als Vorgesetzter steht die Überraschung im Gesicht geschrieben... und ja, ihr Mitarbeiter merkt das, trotz geübten Pokerface.

 

Was kann passiert sein?

 

  • die Aufgabe wurde schneller umgesetzt als erwartet weil es bereits einen Lösungsansatz in der Schublade gab oder ein schnellerer Lösungsweg gefunden wurde
  • der Mitarbeiter hat wichtige Dinge, die sie unbedingt haben wollten, nicht umgesetzt weil sie nicht besprochen wurden
  • der Mitarbeiter hat nicht funktionale Anforderungen oder Qualtitäsaspekte vergessen und auf deutsch einen kurzen Weg gewählt

Daneben gibt es natürlich den umgekehrten Fall: Eine Umsetzung dauert zu lange.

 

Bei einem vorschnellen und einseitigen Rückblick käme man vielleicht zum Ergebnis, dass die Kompetenz des Mitarbeiters nicht ausreichte oder sein Arbeitstempo zu langsam war.

 

Leider ist eine solche Ansicht nicht sehr wertschätzend und man macht es sich damit sehr einfach. Denn...

..,in vielen Fällen fehlt schlicht Kommunikation und Abstimmung bevor eine Aufgabe angegangen und delegiert wird. Vor allem bei neuen Kollegen oder Geschäftspartnern die sich und die Fähigkeiten noch nicht kennen, kann eine Analyse und gemeinsame Planung der Schlüssel zur Zufriedenheit beider Parteien sein.

 

Der Kunde wird es ihnen danken, wenn sie seine Terminvorstellungen und Erwartungen einhalten.

 

Abschließend

Schätzungen sind wichtig...

  • damit Anforderungen geklärt werden können
  • damit Mißverständnisse frühzeitig aufgelöst werden können
  • damit Transparenz über Endtermine und Ziele herrscht
  • damit die Rahmenbedingungen einer Aufgabe und offenen Punkte geklärt werden können
  • damit ein gemeinsames Commitment erfolgen kann

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